7Founders AG

sellmob

Der Stromverbrauch ist gestiegen und nun beginnt die Suche nach einem besseren Vertrag. Allerdings - statt nur die Preise von Stromanbietern zu vergleichen, dreht sellmob den Spieß um und nutzt die gesammelte Kaufkraft aller Interessenten, um wirklich starke Rabatte von den Stromanbietern einzufordern.
Die Strompreise sind in den letzten Jahren über 50% angestiegen, so dass im Schnitt 29,10 Cent pro Kilowattstunde also mehr als das 4-fache des Erzeugerpreises gezahlt werden muss! sellmob fordert mindestens 200€ Ersparnis pro Jahr bei Nutzung von 100% Ökostrom. 

Und so funktioniert's:
Zunächst versammelt sellmob Tausende von Gleichgesinnten in sogenannten "sellmobs". Um mitzumachen, muss man sich lediglich in der App registrieren und einem Mob beitreten. Wenn die angestrebte Teilnehmerzahl erreicht ist, tritt sellmob in Verhandlung mit Stromanbietern wie Vattenfall, Yello, Innogy, ... und lässt diese mit saftigen Preisnachlässen um die Kundschaft bieten. Nach Abschluss der Verhandlungen erhalten alle Teilnehmer des Mobs das finale Angebot und wechseln ihren Stromanbieter, hin zum neuen besten Preis. Mit der sellmob  App können Freunde zu aktiven Mobs eingeladen werden, um das gemeinsame Ziel schneller zu erreichen.

Stromanbieter sind nicht die einzigen auf der sellmob Liste. Das sellmob-Prinzip - die besten Rabatte zu erzielen - wird in den kommenden Monaten auch auf weitere Haushaltsverträge wie Gas, Handy, DSL und KFZ ausgeweitet. Um die neuen Mobs nicht zu verpassen, genügt die Aktivierung der Benachrichtigungen.

Tobias FonfaraTeam Lead iOS

Tobi, bei der sellmob App dient als Backend die Google Firebase Plattform. Was sind deren Vorteile und gab es eine besondere Herausforderung?

Google Firebase ist eine von Google gehostete Plattform, über die iOS und Android Applikationen weiterentwickelt und vermarktet werden können. Diverse Tool-Angebote ermöglichen es uns Entwicklern qualitativ hochwertige Applikationen zu erstellen. Das Managen von Servern und das Entwickeln von APIs entfällt und wird von der Google Firebase Plattform übernommen, da die Plattform Server, API und Datastore in einem vereint. Der Vorteil hierbei ist, dass all diese Features einer Applikation angepasst werden können, was wir entsprechend bei der sellmob App umgesetzt haben. Ein System also, das ein Backend-as-a-Service (BaaS) ist und auf der Google Cloud Plattform gehostet wird.

Wir haben das Backend einem Stresstest unterzogen, um die funktionalen Anforderungen an das Backend bereits während der Entwicklung zu testen und nicht böse Überraschungen zu erleben, wenn die App bereits live ist. Uns ging es vor allem darum, wie viele Registrierungen die Architektur auf einmal bewältigen kann und ob die Anwendung skaliert. So wurde eine wohldefinierte und doch beliebige große Last in Form von Anfragen auf das Zielsystem ausgeübt. Hierbei stand das Verhalten des Backends permanent unter Beobachtung und wurde analysiert. In unserem Fall war der Stresstest ein Erfolg. Alles verlief positiv und Daten gingen keine verloren.

Alex BosenCreative Director

Alex, welche Anforderungen musste das Design der sellmob App erfüllen?

Das Design der App muss drei Anforderungen erfüllen. Zum einen muss das Prinzip von sellmob kurz und einfach erklärt werden. Um die Gefahr zu umgehen, dass der Nutzer das Onboarding überspringt, haben wir versucht dieses so knapp wie möglich zu gestalten und es mit kleinen Animationen noch prägnanter zu machen. Die zweite Aufgabe war es, die Anmeldung so leicht wir möglich zu gestalten. Wir haben deshalb den Anmelde-Prozess auf das Wesentliche reduziert und die Eingaben vereinfacht. Und letztendlich soll der User nach der Anmeldung spielerisch über den Status des Mobs informiert werden. Auch hier haben wir mit Animationen und grafischen Elementen gearbeitet, damit die App immer lebendig bleibt und gerne wieder geöffnet wird.

Raimund KrämerDeveloper

Raimund, bei der Android Variante der sellmob App handelt es sich um eine native Kotlin Entwicklung. Könntest das näher erläutern?

Kotlin ist eine verhältnismäßig junge Programmiersprache für Android, iOS und Web, die seit 2016 eingesetzt wird und als Nachfolger zu Java gesehen werden kann. Die Programmiersprache ist um einiges schlanker als Java und besitzt viele moderne Features wie die einwandfreie Kompatibilität zu Java, läuft fast überall und ermöglicht die Weiternutzung von bestehenden Java-Frameworks und Bibliotheken. Zudem eignet sich Kotlin zum Programmieren von serverseitigen Apps und unterstützt zudem Daten-Klassen und Typ-Aliasse. Des weiteren stellt Kotlin für Lambda-Ausdrücke eine logische Syntax zur Verfügung. Nennenswert ist, dass Kotlin die Möglichkeit gibt bestehende Klassen mit neuen Features zu erweitern. Abschließend sei erwähnt, dass Kotlin die Übergabe einer Funktion in Form von Parametern oder aber auch als Ereignis ermöglicht. Mit Kotlin wurde eine stark typisierte Sprache erschaffen, welche an vielen Stellen sogenannten Boilerplate Code vermeidet, eine flache Lernkurve hat und – meiner Meinung nach – schlussendlich mehr Spaß macht als Java.

Lukas BützlerWerkstudent / QA

Lukas, die sellmob App sieht sehr simpel aus, aber im Hintergrund passiert viel, wie habt ihr das im Testing gelöst?

sellmob hat eine tiefe Integration mit Googles Firebase Plattform, welche Funktionen wie Analysen, Datenbanken, Messaging und Absturzberichte zur Verfügung stellt. So können wir beim Testing den Überblick über alle unsere Testgeräte leicht managen. Jegliche Interaktion mit der App kann von hier aus beobachtet werden und so können alle Fehler zentral gesehen und prompt dokumentiert werden. Häufig nehmen wir hier im Testing die Rolle des Users ein, um Apps so gut wie möglich zu durchleuchten. Hier bei sellmob gehen wir durch Firebase noch einen weiteren Schritt. Tracking ist im weiteren Verlauf des Lebens dieser App essentiell um Fehler auch zu sehen, wenn sie nicht in unseren Händen auftreten. So können wir immer sichergehen, dass der Draht zwischen dem Nutzer und dem Testing so kurz wie nur möglich ist.


Constantin ThyssenCEO

Constantin, worauf wurde bei der Partnersuche zur Entwicklung der sellmob App besonders Wert gelegt?

Die Wahl des richtigen Partners zur Entwicklung der sellmob App war für uns eine der wichtigsten Entscheidungen - junge Startups verfügen oft nicht über ausreichend Zeit, um evtl. Problemphasen länger zu überdauern. Es war uns daher wichtig, einen Partner zu finden, der nicht nur über technisches Know-how verfügt, sondern auch wirtschaftliche Fragestellungen eigenständig antizipieren kann und ggfs. mit entsprechenden Vorschlägen proaktiv unterstützt. Bereits nach einem ersten Gespräch mit NEXT Munich war uns klar, dass wir unseren Partner gefunden hatten. Die Vielzahl der in unsere Richtung formulierten Fragen untermauerte den professionellen Gesamteindruck, ganz neben einem höchst angenehmen Austausch, der sich über weitere Treffen fortsetzte und bis zum heutigen Tag besteht. NEXT Munich kann auf ein breites Team von Spezialisten zugreifen die allesamt mit großer Erfahrung aufwarten. So ergeben sich im Vorfeld eines neuen Entwicklungs-Sprints eine Menge unterschiedlicher Fragen, mittels welcher wir u.a. eigene Prozesse optimieren oder gar definieren konnten. Wir freuen uns auf eine noch lange Fortsetzung unserer außerordentlich guten Zusammenarbeit. Vielen Dank, liebes NEXT Team.


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