ADAC Autovermietung GmbH

ADAC Clubmobil & DMP

Das Clubmobil ist das ADAC eigene Leihauto und wird überwiegend als Ersatzfahrzeug nach einer Panne oder einem Unfall bereitgestellt. Die App ist die mobile Erweiterung des ADAC Clubmobil-Systems, die zu ihrer Nutzung eine legitimierte ADAC Clubmobil Partnerschaft verlangt. Mit der Entwicklung der digitalen Mobilitätsplattform (DMP) sollen zukünftig Papierverträge komplett aus dem Alltag eliminiert werden und der ganze Vermietungsprozess soll beschleunigt werden. Den Vermietungsprozess nimmt ein ADAC Mitarbeiter in der Regel in der Vermietstation am Desktop direkt auf und beendet ihn über die App am Fahrzeug bei der persönlichen Übergabe an den Fahrzeugmieter. Über die App können während der Übergabe unter anderem Kilometerstand und Fahrzeugzustand notiert werden. Ziel der digitalen Mobilitätsplattform ist es, dass der vollständige Prozess Check-In und Check-Out eines Vermietungsprozesses künftig primär über das Mobile Device abgewickelt wird. 

Maren WehnesSenior Product Owner

Maren, die Web Version des ADAC Clubmobils sowie die App arbeiten eng miteinander. Was bedeutet das und was war dabei Deine Aufgabe?

Darunter ist zu verstehen, dass Web und App immer synchron arbeiten. Beide greifen die selben Daten vom Backend ab. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass der Start eines Vermietungsprozesses wie Reservierung oder Einblick in die zur Verfügung stehenden Autos der gesamten Flotte nur via Web vorzunehmen sind. Alles, was mit der Übergabe des Autos an den Kunden oder der Rücknahme vom Kunden zu tun hat, kann direkt über das mobile Device getätigt werden. Besonders hervorzuheben ist die direkte Schadensaufnahme am Auto über die App. Meine Rolle innerhalb des Projekts war sozusagen die Schnittstelle zu bilden zwischen Kunde, DigitalSpital, die für Web Front- und Backend zuständig waren, und uns als NEXT Munich. So konnte ein reibungsloser Ablauf der gesamten Entwicklung garantiert werden.

Alex BosenCreative Director

Alex, musstest Du bei den Screen-Entwürfen besondere Vorgaben bezüglich des ADAC Marken-Styleguides beachten?

ADAC Clubmobil ist Teil der großen ADAC Gruppe, die ein klar definiertes Erscheinungsbild hat. Die Aufgabe war also, ein User Interface für die Autovermietung zu entwickeln, das mit allen seinen speziellen Funktionalitäten, dieses Erscheinungsbild widerspiegelt. Dazu gehören neben den klassischen CI Vorgaben, wie Farbwelten, Fonts, Bild- und Symbolsprache, auch alle interaktiven Elemente für digitale Anwendungen. Die besondere Herausforderung bei dieser Aufgabestellung ist es immer, dass CI Elemente der guten Userführung und Bedienbarkeit nicht im Weg stehen. Gerade für eine sehr funktionale Oberfläche, die nur intern zum Einsatz kommt, muss die Corporate Identity oft weiterentwickelt werden.

Mohammad SayedDeveloper

Sayed, für die Schadenserfassung direkt am Fahrzeug gibt es ganz besondere Features. Kannst Du die Herausforderung für die Entwicklung näher erläutern?

Für die Schadenserfassung ist ein Auto grafisch dargestellt und einzelne Felder sind anklickbar, um so den Schaden am Fahrzeug zu dokumentieren. In der Regel werden quadratische Formen hinterlegt, um einen Punkt auf dem Display actionable zu machen. Wir haben bei dieser App allerdings organische Formen hinterlegt, die die einzelnen Teile eines Autos wie Reifen, Scheibe oder Motorhaube darstellen. Dies war nicht ganz trivial, da jede einzelne organische Form individuell hinterlegt werden musste, um sie dann klickbar werden zu lassen. Die Umsetzung war nicht immer ganz einfach, aber das Ergebnis spricht für sich und war die Mühe auf jeden Fall wert.

Carsten DeckerTechnischer Leiter

Carsten, welche Bereiche hat DigitalSpital bei der Entwicklung der digitalen Mobilitätsplattform übernommen?

Zum einen war DigitalSpital für die Entwicklung des Web Frontends verantwortlich, das heißt wir haben die Darstellung der Webseite für den Internetbrowser optimiert entwickelt. Die Reduzierung des Papierverbrauchs steht im Vermietungsprozess nach wie vor im Vordergrund und so hatte DigitalSpital die weitere Aufgabe ein Unterschriften Pad zu integrieren, so dass dem Kunden der Mievertrag via E-Mail zugesendet wird und ein Ausdrucken nicht unbedingt notwendig ist. Auch die Integration eines Bezahlterminals wurde von unseren Entwicklern übernommen. Des Weiteren war DigitalSpital für einige Backend Komponenten zuständig, wie z.B. die Generierung von PDF Dokumenten und die Implementierung eines CMS zur Verwaltung generischer Inhalte. Bei allem standen wir immer in engem Austausch mit dem Kunden und dem Projektmanagement von NEXT Munich, um einen reibungslosen Ablauf zwischen Web-Version des ADAC Clubmobils und App zu garantieren.

Carsten D. Decker
Technische Leitung
DigitalSpital GmbH

Nicolas RebouskosWerkstudent / QA

Nicolas, worin unterscheidet sich die ADAC-App von den anderen Apps die ihr testet?

Die ADAC-App ist nicht für den Endkunden, sondern für die Mitarbeiter entwickelt worden. Für das Testing wirkt sich das dahingehend aus, dass die Funktionalität und Backend-Anbindung im Vordergrund stehen. Wichtig für uns ist es, dass die App zügig und zuverlässig verschiedene Daten-Eingaben verarbeiten und dem Backend kommunizieren kann. Das Testen der Backend-Anbindung war also ebenfalls ein Teil der Qualitätssicherung der App. Hier überprüfen wir das Interface, das viele Angaben ermöglicht, die die ADAC Mitarbeiter später eingeben werden. Diese Daten müssen dann auch in der App korrekt verarbeitet und angezeigt werden.